11. März 2016

Biologische Station startet Unterschriftenaktion

Seit heute liegen sowohl in der alten Ausstellung (Coermühle 181 - Verwaltungsgebäude) als auch in der neueren Ausstellung am Rieselfeldhof (Coermühle 100) Unterschriftenlisten aus, in denen jedermann/jedefrau gegen die Errichtung von Windkraftanalgen im unmittelbaren Umfeld dieses "Feuchtgebietes Internationaler Bedeutung" und "EU-Vogelschutzgebiet" protestieren kann. Die Ausstellung im Verwaltungsgebäude ist ständig geöffnet, die andere derzeit nur Sonntags.

Außerdem hat die Biologische Station einen Internet-Petition unter folgender Adresse gestartet: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-windkraftanlagen-am-europaeischen-vogelschutzgebiet-rieselfelder-muenster

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6. März 2016

Trotz zahlreicher Einsprüche: Die neue schwarz-grüne Koalition stellt sich stur.

Obwohl es sowohl aus dem Bereich der Träger öffentlicher Belange als auch aus der Bevölkerung heraus zunehmend lauter werdende Proteste gibt, soll das Vorranggebiet 4a direkt am südöstlichen Rand der Rieselfelder Münster - ein europäisches Vogelschutzgebiet - zunächst bestehen bleiben. Demgegenüber hat man die ebenfalls völlig indiskutablen Flächen östlich Handorfs herausgenommen - und bedauerlicherweise auch die Fläche 7 (Werse-Laer), obwohl dort keine so schwerwiegenden Probleme mit Vögeln und Fledermäusen bestehen.

 

 

8. Dezember 2015

Windkraft-Vorranggebiet am Rieselfeld soll bleiben!

Während in der weiteren Beratung des neuen Windkraft-FNP einige stets umstrittene Projekte in der Absprache zwischen CDU und Grünen herausgenommen worden sind (z.B. Handorfer Heide, Haskenau), andere weniger einsichtig ebenfalls gestrichen wurden (Nr. 7 Laer), sollen die beiden Areale (Nr. 4) in unmittelbarer Nachbarschaft des Europäischen Vogelschutzgebietes (VSG) "Rieselfelder Münster" jedoch drin bleiben (siehe Ausschnitt WN/MZ vom 8.12.2015).

Dies ist nicht nachvollziehbar. Die "Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten" (LAG-VSW) fordert in ihrer Zusammenstellung einen Sicherheitsabstand ("Pufferzone") von europäischen VSG in einer Breite von mindestens 1.200 m. Areal Nr. 4 ist jedoch nur knapp 400 m von der Südecke des VSG entfernt. Außerdem haben in den letzten Jahren die Scharen überwinternder hochnordischer Gänse deutlich zugenommen - von den Brutzeitansammlungen ganz abgesehen.

Schließlich gibt es zwischen den Rieselfeldern und den Feuchtgebieten der näheren und weiteren Umgebung jede Menge "Querverkehr" durch Gänse, Enten und Watvögel. Man darf gespannt sein, wie die Stadt sich vor den Verwaltungsgerichten dazu verhalten wird.

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Stadt Münster

Im Regionalplan-Entwurf sind keine neuen Vorrangzonen ausgewiesen, sondern bestehende präzisiert worden. Eine Flächennutzungsplan-Änderung steht allerdings noch aus (August 2014). Wir berichten aktuell.

Darstellung der alten und neuen Vorranggebiete. Quelle: Regionalrats-Vorlage Nr. 20/2014
18. Juli 2015

Bürgerinitiativen bilden sich

Inzwischen haben sich in Münster mehrere Bürgerinitiativen gebildet, die gegen einen Teil der im FNP-Entwurf aufgeführten Windvorranggebiete Stellung beziehen. Dies betrifft erfreulicherweise auch solche Zonen, in denen in der Nähe niemand wohnt, die aber zum Teil in geschützten Landschaftsbereichen liegen oder so einsam (selbst in Münster gibt es noch wenige einsame Flecken!), dass kaum jemand diese Bereiche kennt (Coerheide/Kanal direkt am Rande des europäischen Vogelschutzgebietes Rieselfelder!).

In rund einer Woche endet für diesen Teil des Planungsprozesses die Einspruchsfrist auch für die TÖB (Träger öffentlicher Belange, zu denen formal auch die Naturschutzverbände gehören). Die Hoffnung, dass akzeptable Kompromisse erzielt werden können, bleibt zunächst noch in der Pipeline ...

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2. Juni 2015

Empörungswellen schlagen hoch: FNP-Entwurf vorgelegt

Heute fand ein vorgezogener Erörterungstermin zum FNP-Entwurf "Windkraft" bei den Stadtwerken Münster statt. Ihm sollen weitere Termine vor Ort folgen. Dies geschah auf ausdrücklichen Beschluss des Rates, obwohl die Verwaltung mit den meisten der neu im Flächennutzungsplan-Entwurf auftauchenden Windkraft-Vorranggebieten nicht einverstanden war.

Für besondere Empörung in der Bürgerschaft sorgten vor allem die Bereiche in Münster-Ost, entweder weil sie bevorzugte Erholungsbereiche betreffen (Haskenau) oder nahe an Naturschutzgebieten (Handorf) bzw. an europäischen Schutzgebieten (Rieselfelder) liegen.

Auf der Homepage der Stadt Münster kann man sich die möglicherweise betroffenen Bereiche ansehen.



Auch an der Peripherie der Stadt konzentrieren sich Windkraft-Anlagen - hier problemlos für die Anwohner und die Natur.
Rund 1900 m vom einzigen "Feuchtgebiet internationaler Bedeutung" im Münsterland entfernt: Kein Problem!
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