31. Januar 2020

Stadt Münster und "Gutachter" geraten aneinander

Im Rahmen einer Zusammenkunft mit dem "Gutachter" Denz und dem Büro "enveco" wurden von Seiten der Stadt einige gravierende Verstöße gegen ein halbwegs objektives Gutachten im Fall der geplanten WKA im GI-Gebiet Hessenweg festgestellt.

Außerdem hatte die Biologische Station die studentischen Mitarbeiter von Herrn Denz mit dessen "Erkenntnissen" vertraut gemacht, wobei die Studenten recht schnell feststellten, dass Herr Denz wichtige Ergebnisse ihrer Feststellungen unterschlagen hatte.

Bis zum April 2021 waren keinerlei zusätzliche Feststellungen der Betreiberfirma dieser WKA öffentlich erkennbar. Hoffen wir also, dass sich dieser artenschutzrechtliche Unsinn damit erledigt hat.

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8. August 2019

Statt Ruhe: Neue WKA-Planung im GI-Gebiet Hessenweg!

Es soll ganz offensichtlich keine Ruhe geben: Nach der Ablehnung der WKA-Ansiedlung 4a im Juni 2016 durch den Rat der Stadt Münster soll nun in ungefähr der selben Entfernung vom EU-Vogelschutzgebiet "Rieselfelder Münster" wiederum ein Windrad gebaut werden.

Es gibt hier für das GI-Gebiet eine einzeilige Ergänzung des Bebauungsplanes aus 1997 (!) mit dem einen Satz: "In den Industriegebieten sind Windkraftanlagen zulässig." Wenn man nun bedenkt, dass erstens damals die WKA bei weitem nicht die Größe der heutigen Anlagen hatten und das EU-VSG "Rieselfelder Münster" noch 1.500 m weiter entfernt vom geplanten Standort war (die Vergrößerung erfolgte in den Jahren 1998-2000), so versteht man diese Gedanken noch weniger.

Außerdem trafen sich auch in diesem Fall die alten Akteure wieder: die Fa. enveco und der "Gutachter" Denz (siehe unten!).

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17. Juni 2016

Rat der Stadt Münster verhindert WKA-Ansiedlung nahe der Rieselfelder!

Die schwarz-grüne Koalition hat es geschafft und die WKA-Ansiedlung 4a in unmittelbarer Nähe zu den Rieselfeldern abgelehnt! Und zwar "aus Naturschutzgründen". Das haben zwar manche Grüne nur zähneknirschend hingenommen, aber: Beschluss ist Beschluss!

Besonders negativ hat sich dabei der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Münster, das "Grüne" Ratsmitglied Gerhard Joksch, hervorgetan. Über die Firma "enveco" - bei der er mitwirkt - hat er das Gebiet 4a problemlos als völlig verträglich mit dem Naturschutz bezeichnet, unterstützt dabei von dem "Gutachter" Dr. Denz, der inzwischen dafür berüchtigt ist, die Interessen seiner Auftraggeber zu unterstützen (und dabei auch vor groben Fälschungen nicht zurückschreckt).

Was zwar keine Auswirkungen hatte, aber trotzdem bedauerlich ist: Die Ortsgruppe Münster des BUND hat sich nicht gegen diese unsäglichen WKA-Pläne ausgesprochen.

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11. März 2016

Biologische Station startet Unterschriftenaktion

Seit heute liegen sowohl in der alten Ausstellung (Coermühle 181 - Verwaltungsgebäude) als auch in der neueren Ausstellung am Rieselfeldhof (Coermühle 100) Unterschriftenlisten aus, in denen jedermann/jedefrau gegen die Errichtung von Windkraftanalgen im unmittelbaren Umfeld dieses "Feuchtgebietes Internationaler Bedeutung" und "EU-Vogelschutzgebiet" protestieren kann. Die Ausstellung im Verwaltungsgebäude ist ständig geöffnet, die andere derzeit nur Sonntags.

Außerdem hat die Biologische Station einen Internet-Petition unter folgender Adresse gestartet: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-windkraftanlagen-am-europaeischen-vogelschutzgebiet-rieselfelder-muenster

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6. März 2016

Trotz zahlreicher Einsprüche: Die neue schwarz-grüne Koalition stellt sich stur.

Obwohl es sowohl aus dem Bereich der Träger öffentlicher Belange als auch aus der Bevölkerung heraus zunehmend lauter werdende Proteste gibt, soll das Vorranggebiet 4a direkt am südöstlichen Rand der Rieselfelder Münster - ein europäisches Vogelschutzgebiet - zunächst bestehen bleiben. Demgegenüber hat man die ebenfalls völlig indiskutablen Flächen östlich Handorfs herausgenommen - und bedauerlicherweise auch die Fläche 7 (Werse-Laer), obwohl dort keine so schwerwiegenden Probleme mit Vögeln und Fledermäusen bestehen.

 

 

8. Dezember 2015

Windkraft-Vorranggebiet am Rieselfeld soll bleiben!

Während in der weiteren Beratung des neuen Windkraft-FNP einige stets umstrittene Projekte in der Absprache zwischen CDU und Grünen herausgenommen worden sind (z.B. Handorfer Heide, Haskenau), andere weniger einsichtig ebenfalls gestrichen wurden (Nr. 7 Laer), sollen die beiden Areale (Nr. 4) in unmittelbarer Nachbarschaft des Europäischen Vogelschutzgebietes (VSG) "Rieselfelder Münster" jedoch drin bleiben (siehe Ausschnitt WN/MZ vom 8.12.2015).

Dies ist nicht nachvollziehbar. Die "Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten" (LAG-VSW) fordert in ihrer Zusammenstellung einen Sicherheitsabstand ("Pufferzone") von europäischen VSG in einer Breite von mindestens 1.200 m. Areal Nr. 4 ist jedoch nur knapp 400 m von der Südecke des VSG entfernt. Außerdem haben in den letzten Jahren die Scharen überwinternder hochnordischer Gänse deutlich zugenommen - von den Brutzeitansammlungen ganz abgesehen.

Schließlich gibt es zwischen den Rieselfeldern und den Feuchtgebieten der näheren und weiteren Umgebung jede Menge "Querverkehr" durch Gänse, Enten und Watvögel. Man darf gespannt sein, wie die Stadt sich vor den Verwaltungsgerichten dazu verhalten wird.

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Stadt Münster

Im Regionalplan-Entwurf sind keine neuen Vorrangzonen ausgewiesen, sondern bestehende präzisiert worden. Eine Flächennutzungsplan-Änderung steht allerdings noch aus (August 2014). Wir berichten aktuell.

Darstellung der alten und neuen Vorranggebiete. Quelle: Regionalrats-Vorlage Nr. 20/2014
18. Juli 2015

Bürgerinitiativen bilden sich

Inzwischen haben sich in Münster mehrere Bürgerinitiativen gebildet, die gegen einen Teil der im FNP-Entwurf aufgeführten Windvorranggebiete Stellung beziehen. Dies betrifft erfreulicherweise auch solche Zonen, in denen in der Nähe niemand wohnt, die aber zum Teil in geschützten Landschaftsbereichen liegen oder so einsam (selbst in Münster gibt es noch wenige einsame Flecken!), dass kaum jemand diese Bereiche kennt (Coerheide/Kanal direkt am Rande des europäischen Vogelschutzgebietes Rieselfelder!).

In rund einer Woche endet für diesen Teil des Planungsprozesses die Einspruchsfrist auch für die TÖB (Träger öffentlicher Belange, zu denen formal auch die Naturschutzverbände gehören). Die Hoffnung, dass akzeptable Kompromisse erzielt werden können, bleibt zunächst noch in der Pipeline ...

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2. Juni 2015

Empörungswellen schlagen hoch: FNP-Entwurf vorgelegt

Heute fand ein vorgezogener Erörterungstermin zum FNP-Entwurf "Windkraft" bei den Stadtwerken Münster statt. Ihm sollen weitere Termine vor Ort folgen. Dies geschah auf ausdrücklichen Beschluss des Rates, obwohl die Verwaltung mit den meisten der neu im Flächennutzungsplan-Entwurf auftauchenden Windkraft-Vorranggebieten nicht einverstanden war.

Für besondere Empörung in der Bürgerschaft sorgten vor allem die Bereiche in Münster-Ost, entweder weil sie bevorzugte Erholungsbereiche betreffen (Haskenau) oder nahe an Naturschutzgebieten (Handorf) bzw. an europäischen Schutzgebieten (Rieselfelder) liegen.

Auf der Homepage der Stadt Münster kann man sich die möglicherweise betroffenen Bereiche ansehen.



Auch an der Peripherie der Stadt konzentrieren sich Windkraft-Anlagen - hier problemlos für die Anwohner und die Natur.
Rund 1900 m vom einzigen "Feuchtgebiet internationaler Bedeutung" im Münsterland entfernt: Kein Problem!
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